Ratgeber · PV
Photovoltaik auf der Gewerbeimmobilie.
Wann ist Eigenanlage besser, wann Dachpacht? Was bringt es für den Verkaufspreis?
Drei Wege zur PV-Aufwertung
- Eigenanlage mit Eigenverbrauch — Sie produzieren Strom für Ihren eigenen Betrieb oder Ihre Mieter. Höchste Rendite, höchster Aufwand.
- Eigenanlage mit Volleinspeisung — Sie verkaufen den Strom über die EEG-Vergütung. Einfachste Variante, geringere Rendite.
- Dachpacht — Ein Solar-Investor mietet die Dachfläche, baut die Anlage und betreibt sie. Sie bekommen 20–25 Jahre Pacht ohne eigene Investition.
Was Sie vorher prüfen müssen
- Statik: Trägt das Dach 15–25 kg/m² zusätzliche Last? Bei Trapezblech meist ja, bei alten Bitumendächern oft nein.
- Netzanschluss: Hat Ihr Trafo Reserve für die Einspeiseleistung? Ab 100 kWp wird's gerne knapp.
- Dachzustand: Eine 25-Jahre-Anlage auf einem 15-Jahre-Dach macht keinen Sinn — Dachsanierung muss gleich mitgedacht werden.
- Verschattung: Bäume, Nachbargebäude, Lüftungsanlagen, Sat-Antennen.
- Anlagengröße: Unter 30 kWp lohnt sich der Aufwand selten. Sweet Spot 100–500 kWp.
Wertsteigerung beim Verkauf
Eine vorhandene PV-Anlage steigert den Verkaufspreis im Kreis Lippe typisch um 50–150 €/m² Dachfläche — abhängig davon, ob Eigenanlage (höher), bestehende Dachpacht (mittel, weil der Investor weiterhin pachten will) oder ungeklärt (niedriger, wegen administrativem Aufwand).
Bei Sanierungsstau-Hallen kann die Kombi „Dachsanierung + PV-Aufdach" über BAFA-Zuschuss + KfW-Tilgungszuschuss bis zu 50 % subventioniert werden — und macht das Objekt für die nächste Verkaufsrunde plötzlich attraktiv.